Richtig Fotografieren
Nachtaufnahmen mit einer digitalen Kamera
April 7, 2010 by admin · Leave a Comment
Gut gemachte Nachtaufnahmen begeistern, aber wie macht man solche Aufnahmen? Vieles hängt von der Kamera ab, aber auch mit einer herkömmlichen, einfachen Kamera lassen sich wunderbare Nachtfotos machen. Die einzige Voraussetzung ist das Vorhandensein des manuellen Modus, vor allem der manuellen Expositionszeit.
Darüber hinaus wird ein Stativ benötigt, aber auch Gebäudesockeln, mittelhohe Randsteine und sonstige unbewegliche Objekte, können diese Funktion wunderbar übernehmen.
Die meisten Kameras verfügen über ein Rad mit dem man in den manuellen Modus wechseln kann. Hier kommt die, normalerweise ignorierte, Betriebsanleitung zum Einsatz. Es gilt herauszufinden wie man den Blitz abschaltet, ISO – Wert (Grad der Lichtempfindlichkeit) und die Exposition einstellt.
Die optimale ISO-Wert-Einstellung für Nachtaufnahmen beträgt 80. Wenn man die Lichtempfindlichkeit von über 200 verwendet, so wird das Foto mit blauen und roten Punkten auf besonders dunklen Stellen „verschönert“. Ist das Panorama besonders dunkel und die Expositionszeit nicht ausreichend, so kann man auch einen ISO-Wert von 100 einstellen.
Um den Belichtungsgrad festzustellen ist es ratsam vorher mit dem Belichtungsmesser (Luxmeter) herumzuexperimentieren. In den meisten Kameras ist ein Belichtungsmesser eingebaut, sodass ein externes Gerät nicht notwendig ist. Mithilfe dieser integrierter Funktion kann man die Helligkeit des Motives feststellen, mit anderen Worten man kann feststellen wie dunkel oder hell die Aufnahme wird. Mit ebendieser Funktion kann man die Exposition auch manuell korrigieren – also das Foto aufhellen oder verdunkeln.
Im Grunde genommen hat diese Funktion einen Indikator mit Positionen:
- „-2“ – „-0,5“ – dunkle Aufnahme;
- „0“ – normale Belichtung;
- „+0,5“ „+2“ – helle Aufnahme.
Bei den Nachtaufnahmen ist es besser zu überbelichten, damit auch kleine nicht beleuchtete Details sichtbar werden.
Nachdem man den ISO-Wert eingestellt hat, kann man auch die Expositionszeit einstellen.
Die optimale „mittlere“ Zeit für eine Aufnahme beträgt 2 Sekunden, fotografiert man sich selbst so müssen 10 Sekunden eingestellt werden.
Der Blitz wird nun ausgeschalten, das Objektiv auf das Motiv gerichtet und der Auslöseknopf nur zur Hälfte durchgedrückt. In diesem Modus kann die Kamera den Belichtungsgrad feststellen und das Aufnahmemotiv fokussieren. In ebendiesem Modus wird auch der Balken für den Belichtungsmesser sichtbar. Ist der Wert unter „0“, so muss die Expositionszeit erhöht werden. Optimaler Wert für eine Nachtaufnahme beträgt „+0,5“ bis „+1“. Auch wenn diese Aufnahme etwas überbelichtet wird, das gibt der Aufnahme etwas Magisches.
Der Zielkurs der Aufnahme sollte nach Möglichkeit nicht verändert werden. Alle Messungen sind daher erst dann durchzuführen, wenn das Motiv bereits ausgewählt und die Kamera fixiert ist.