Technik
Das beherrschende Prinzip bei der Erstellung von Fotoabzügen aus digitalem Bildmaterial auf Basis der real bekannten Papierbilder besteht in der sogenannten Fotobelichtung . Dabei wird der elektronische Datensatz der Digitalfotografien mittels Lambda- oder LightJet- Verfahren mit mindestens 200 dpi bzw. mindestens 300 dpi ausbelichtet. High- End- Anwendungen sind dagegen oft sehr arbeits- und kostenintensiv. Auf die Belichtung folgt das gewohnte Prozedere, das auch bei der Entwicklung analoger Aufnahmen angewendet wird. Schließlich gibt man die Endergebnisse auf Hochglanzfotopapier aus, so dass keinerlei Qualitätsverlust gegenüber der herkömmlichen Methode ausgemacht werden kann.
Der entscheidende Vorzug dieser Arbeitsweise besteht vor allem darin, dass die Bilder eine rasterfreie Belichtung erfahren und jeder Pixel die garantierte 24 Bit Farbtiefe besitzt. So ist die Unterscheidung einzelner Bildpunkte nicht mehr möglich und das Gesamtmotiv erscheint organisch und stimmig.
Eine beachtliche Zahl an Anbietern in diesem Segment der Erstellung digitaler Fotoabzüge auf gewohntem, qualitativ hochwertigem Papierbild haben sich in den letzten Jahren auf dem Markt etabliert, wobei sich die Tendenz vom traditionellen Fotolabor in Richtung Internetpräsenz verschiebt. So erfolgt die Datenübermittlung des eigenen digitalen Materials entweder durch Speichermedien oder in Form von Direktübermittlung an den Onlinedienstleister per Upload.
Für ein erstklassiges Resultat bedarf es jedoch bei beiden Formen einiger essentieller Grundvoraussetzungen, welche das gesamte Verfahren in seiner Professionalität erst ermöglichen.
Insofern können Sie als Auftraggeber Ihre Digitalbilder bereits einer ersten Prüfung unterziehen, welche sich dem Gelingen des Endergebnisses als überaus zuträglich erweisen kann. Dabei stehen die bildinternen Kriterien verständlicherweise an erster Stelle. So empfiehlt sich generell die Übersendung der digitalen Aufnahmen im Joint- Photographic- Experts- Group- Format, kurz .jpg oder .jpeg, obgleich einige Anbieter auch die Verarbeitung von .tif/.tiff-, .bmp- oder sogar FLASHPIX- Dateien unterstützen. Zu vermeiden sind .gif- Dateien, die zwar wenig Speicherplatz belegen, aber lediglich auf einer Tiefe von 265 Farben beruhen.
In jedem Fall aber muss das Bild über eine ausreichend hohe Auflösung verfügen, sprich sie sollte bei Standardabzügen 425×600 Pixel nicht unterschreiten. In diesem Zusammenhang sei auch auf die entsprechenden Optionen bei der Erzeugung digitaler Bilder durch Scannvorgänge verwiesen. Bestenfalls erscheinen hier – je nach Format – Auflösungen zwischen 1063×1500 Pixel und 1800×2700 Pixel ratsam. Ferner lassen sich schon im Vorfeld mögliche Farbabweichungen ausschließen, da die Auswahl des RGB- und nicht etwa des CMYK- Farbmodus vonnöten ist.
Darüber hinaus wird ebenso die Verarbeitung von Schwarz- Weiß- Bildern angeboten, wobei sich im Resultat allerdings eine dezente Verschiebung gegen eine der RGB- Grundfarben bemerkbar machen kann.
In besonderem Maße zu beachten ist das unterschiedliche Seitenverhältnis von einer digital erzeugten Aufnahme und dem tatsächlichen Fotopapier. Erstere liegen in der Regel im Verhältnis 4:3 vor, während im geläufigen Fotobereich das Verhältnis 3:2 vorherrscht. Daher kann es temporär zu Irritationen der realen Bildgröße kommen. Während das Papierformat Größe 10 auf dem Bildschirm als 10×13 ausgewiesen wird, beschreibt es im herkömmlichen Format die Fläche 10×15. Je großformatiger die Auswahl, desto sichtbarer werden dementsprechend auch die Veränderungen (30er- Größe: 30×45 im Gegensatz zu 30×40, usw.).
Von entscheidendem Wert erweist sich in der Regel auch die Information auf welchem Hochglanzfotopapier der jeweilige Anbieter die fertigen Aufnahmen schließlich an Sie übersendet. So offeriert eine gewisse Zahl dieser Dienstleister sogar die Auswahl des Materials, wohingegen andere lediglich mit einer Marke zusammenarbeiten. In jedem Fall lohnt also ein gezielter Vergleich der einzelnen Lieferanten.